Ein anläßlich des Hoffestes der Klostermühle im Jahre 1994 in Höhe des Ausschankes aufgestellter handelsüblicher Bistrotisch zieht einige von uns magisch an.
Nicht gerade der ganze Tag - aber fast - wird stehenderweise hier verbracht, getrunken wird natürlich Rotwein, wie es zu einem Bistrotisch gehört. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, daß die Franzosen mit ihrer Lebensart möglicherweise doch einen kleinen Vorsprung besitzen.
Wenn die Männer müde gearbeitet von der Arbeit nach Hause (s)wollen, legen sie vorher zur Entspannung und damit zur Freude ihrer Lieben zu Hause eine kurze Rast in einem Bistro ein, genießen ein Glas Rotwein, rauchen eine Gauloise und lesen die neusten Nachrichten in der "Le Parisien".
Das wärs, seufz !!? Gebraucht würden nur ein entsprechender Tisch, ein Standort und die genannten Utensilien - das wärs, seufz !!! Bei manchen nimmt der Bistro-Tisch Gestalt an, andere buchen es unter ( siehe oben, seufz ?? ) bereits auf dem Nachhauseweg gedanklich ab.
Nur einer nicht - eine ausrangierte Küchenplatte, ein Metallrohr mit Schraubverbindung und ein Metallfuß reichen aus, bis Mittwoch ist der Tisch fertig. Alle Interessierten werden alarmiert; Rotwein, Weißbrot, Käse, Gauloise und Zeitung sind organisiert, pünktlich zum allgemeinen Feierabend um 17.00 h wird erstmals an zentraler Stelle vor dem Anwesen eines überraschten "Sonntags-Hoffest-Abgebucht-Bistrotisch-Teilnehmer" das erstellte Produkt plaziert. Gesprächsthemen gibt's genug; wir beschließen, die Angelegenheit - wegen der noch nicht ausreichend diskutierten Gesprächsthemen - am nächsten Mittwoch bei einem anderen zu wiederholen.
Mittlerweile sind wir im 17. Jahr - erstaunlich !
Unsere Historiker konnten mit Hilfe eines sachdienlichen Hinweises aus informierter Quelle die erste urkundliche belegte Erwähnung des WanderBistroTisches ausfindig machen. Lesen Sie dazu mehr...